Hippotherapie

Hippotherapie als Ergänzung zur Physiotherapie

Hippotherapie ist eine Form des Therapeutischen Reitens, die ergänzend zur
Physiotherapie durchgeführt wird und wegen ihrer medizinisch-therapeutischen
Die Hippotherapie mit Therapiepferden zielt auf die ganzheitliche Förderung des Menschen.
 Zielsetzung vom Heilpädagogischen Reiten bzw. Voltigieren abzugrenzen ist. Somit kann Hippotherapie als besondere Art der Krankengymnastik begriffen werden, die mit und auf Pferden stattfindet. In der Regel muss solch eine physiotherapeutische Methode auf neurophysiologischer Grundlage vom Arzt verordnet werden.

Wirkungsweise der Hippotherapie

Bei der Hippotherapie werden speziell ausgebildete Pferde im Schritt geführt, die Teilnehmer üben keinen aktiven Einfluss auf die Pferde aus. Die Therapiepferde agieren hier ähnlich wie beim Heilpädagogischen Voltigieren als Co-Therapeuten bzw. als Vermittler: Ihre Bewegungsimpulse werden auf den Menschen übertragen, der diese Schwingungsimpulse (etwa 100 pro Minute) aufnimmt und durch reaktive Muskelanspannung neutralisiert. Auf diese Weise regen die Bewegungen des Pferdes das gesamte Wahrnehmungssystem des auf dem Pferderücken sitzenden/liegenden Menschen an und schulen ein gesundes Körpergefühl, sodass die Hippotherapie eine Verbesserung von neurologischen Bewegungsstörungen erzielen kann.

Zielgruppe der Hippotherapie

Die Hippotherapie richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit neurologischen Erkrankungen bzw. zentralen Koordinations-, Bewegungs- und Wahrnehmungsstörungen, Teilleistungsschwächen und Haltungsschäden.

Nicht durchgeführt werden sollte die Hippotherapie hingegen, wenn bestimmte Erkrankungen oder Begleiterscheinungen den Therapieerfolg behindern oder den Gesundheitszustand gefährden können. Beispiele hierfür sind Entzündungen an der Wirbelsäule, Embolie- oder Thrombosegefahr, Herzrhythmusstörungen oder arterieller Bluthochdruck, offene Wunden, Bluterkrankheit, Staub- oder Pferdehaarallergien.

Erfolg durch Hippotherapie: Beispiele für positive Effekte

Personen, die unter Verspannungen und/oder Rückenschmerzen leiden, können beispielsweise insofern von der Hippotherapie profitieren, als alle Gelenke durch das langsam gehende Pferd bewegt werden, auf diese Weise die Muskulatur gewissermaßen nebenbei gekräftigt wird und Spannungen gelöst werden. Menschen mit Haltungsschäden oder Fehlstellungen erlernen durch die Hippotherapie korrigierende Haltungen, wobei die Muskelspannung geschult wird: Schlaffe Muskeln werden gestärkt, zu stark gespannte Muskulaturen (Spastiken) gelöst. Halbseitig gelähmte Teilnehmer werden dabei unterstützt, ein Gefühl für ihre Körpermitte auszubilden.

Auf dem Hof Cankuna in Dortmund (im Ruhrgebiet, nahe Lünen) bieten wir die Hippotherapie nicht explizit an. Verschiedene Übungen und Schwerpunkte dieser Therapieform fließen jedoch in unsere Reittherapieeinheiten mit ein.

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